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Newsletter | Juli 2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

sehr geehrte Mitglieder,

 

was für ein Schuljahr! Seit nunmehr 16 Monaten sind Schulleitungen in NRW und auch in anderen Bundesländern dabei, das abzuarbeiten, was uns allen Corona und das wankelmütige MSB beschert. Die inzwischen berühmten „Freitagsnachmittags – E-Mails“ und die darin enthaltenen Zumutungen sowie fehlende Ressourcen, amateurhafte Kommunikation, sehr geringe bis komplett fehlende Wertschätzung haben uns oft verzweifeln lassen!  Zweifelhafte Planungsvorgaben für das neue Schuljahr, mangelnde Übersicht, begrenzte Vorausschau und fehlende Visionen für notwendige Veränderungen werden uns in ein weiteres sehr anstrengendes Schuljahr 2021/22 führen!

Vor einem Jahr sind wir mit der Hoffnung in die Ferien gestartet, dass sich die Pandemie-Situation beruhigt, die Krise händelbar wird und die Rahmenbedingungen für das kommende Schuljahr zur Beruhigung des Schulalltags beitragen. Diese Hoffnung wurde vom MSB durch die Zusage, dass man ab August 2020 ein normales Schuljahr haben werde, kräftig unterstützt. Skeptische Stimmen und Warnungen der Virologen und Epidemiologen wurden zur Seite gewischt. Frau Ministerin Gebauer weigerte sich dezidiert, das Wort „Plan B“ in den Mund zu nehmen. Eine Alternative zum Präsensunterricht war für sie undenkbar.

Den Fortgang der Geschichte haben wir im Schuljahr 2020/21 zu Genüge kennengelernt:
„Normalbetrieb“ so lange wie möglich, Schüler*innen in Decken gehüllt bei Minustemperaturen und offenen Fenstern, Schulschließungen, Distanzunterricht, Wechselunterricht, wieder Distanzunterricht, „Teststrategien“ (Selbsttests, Lolli-Tests), Ausstellen von Testbescheinigungen, Schreiben von Nachverfolgungslisten für die Gesundheitsämter, zurück zum Vollbetrieb, Masken im Gebäude und draußen, Masken nur noch im Gebäude, Abschlussfeiern, die gemeldet werden mussten, Leistungsbeurteilung vom Distanzlernen bis zum Wechselunterricht… u.v.a.m. zeugen von einem Schuljahr voller extrem hoher Flexibilität, immensen Herausforderungen, Planungsunsicherheiten und massiver Fehleinschätzungen des MSB nicht nur im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes!

Dies alles haben wir bei fehlenden Ressourcen, mangelnder Abstimmung zwischen den beteiligten Akteuren wie z. B den Schulträgern, widersprüchlichen Vorgaben, amateurhafter Kommunikation und immer wieder äußerst kurzfristigen Planungsvorgaben geleistet!

Die Schulleiterinnen und Schulleiter NRWs haben gemeinsam mit allen Lehrkräften und pädagogischen Mitarbeitenden und dem nicht päd. Personal während des gesamten Schuljahres 2020/21 das Beste, das unter diesen Voraussetzungen möglich war, für alle Schülerinnen und Schüler gegeben! Das Ziel der „Menschen vor Ort“, trotz dieser Umstände allen Schülerinnen und Schüler möglichst viel an schulischer Bildung und erzieherischem Wirken zu gewährleisten, war stets im Blick! Das hat Sie bis an die Grenzen Ihrer Möglichkeiten und viele auch darüber hinaus gefordert.

Die Schulleitungsvereinigung NRW (SLV NRW) hat versucht, alle Schulen und Schulleitungen in dieser Zielsetzung zu unterstützen!

Die Schwerpunkte der Arbeit in diesem Schuljahr:

Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass die Expertise aus den Schulen beim MSB selten gefragt war. Diese Meinung teilen wir mit vielen anderen Verbänden und Gewerkschaften im schulischen Bereich!

Der Wunsch des MSB nach Zustimmung zu deren bereits im Vorfeld getroffenen Entscheidungen stand fast immer im Mittelpunkt vieler Gespräche!

Immer wieder macht die SLV NRW auf diesen Missstand aufmerksam! Die Schulleitungsvereinigung NRW sieht dieses Vorgehen als Indikator für scheindemokratisches Verhalten! Verbände und Gewerkschaften werden mit ihren Anliegen nicht ernst genommen. Schon vor den Gesprächen mit den Verbänden waren die Medien über die Maßnahmen und Entscheidungen des MSB informiert. Schulleitungen erfuhren von Entscheidungen aus Presse und Rundfunk zur gleichen Zeit wie alle Menschen im Land NRW.

Als weiteres und typisches Beispiel mag dafür ein Gespräch von Vorstandsvertretern der SLV NRW mit Herrn Staatssekretär Richter Anfang Juni stehen. Darin hat die SLV NRW u.a. ein Bündel von praktischen Möglichkeiten präsentiert, die zur Entlastung von Schulleitungen und Kollegien im kommenden Schuljahr beitragen sollten. Davon findet sich allerdings zwei Wochen später in den Planungen und Vorgaben für das neue Schuljahr nichts wieder.

Aber: Die Arbeit der SLV NRW zeigt positive Auswirkungen unter den Schulleiterinnen und Schulleitern des Landes! Eine große Zahl von Neueintritten, Anfragen an den Beratungsdienst der SLV NRW und die vielen Reaktionen in den sozialen Medien machen deutlich, dass dringend eine Interessenvertretung für Schulleitungen gebraucht wird und von Nöten ist!  Schulleiterinnen und Schulleiter spüren deutlich und immer mehr, wie komplex und schwierig Schulleitungsaufgaben sind und dass Schulleitungshandeln mit weitreichenden rechtlichen Folgen verbunden ist.

Wir bedanken uns bei Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen!

Die SLV NRW setzt sich weiter dafür ein, dass die Position der Schulleitungen im Sinne einer wirksamen Bildung gestärkt wird. Dazu werden wir auch in Zukunft Rahmenbedingungen benennen und einfordern, die den Schulleiterinnen und Schulleitern die Umsetzung dieser Aufgabe ermöglicht.

Für die Arbeit, die Sie in diesem Schuljahr für alle Schülerinnen und Schüler, für Ihre Schulgemeinschaften geleistet haben, möchte ich Ihnen im Namen des Vorstandes der SLV NRW herzlich danken.

Mit meinem Dank verbinde ich die Hoffnung, dass Ihre Arbeit in der Öffentlichkeit und vor allem bei den politisch Verantwortlichen eine angemessene Anerkennung und Wertschätzung erfährt.

Der gesamte Vorstand wünscht Ihnen, allen Schulleiterinnen und Schulleitern im Land NRW, eine erholsame unterrichtsfreie Zeit, um neue Kraft für die herausfordernden Aufgaben zu tanken und um Abstand zu gewinnen!

Bleiben Sie gesund oder werden Sie es wieder!

 

Mit herzlichen Grüßen
für den Vorstand
Harald Willert, Vorsitzender der SLV NRW e.V.



Kontakt

Über Rückfragen sowie über jede Art von Feedback freuen wir uns. Gerne kommen wir auch im Einzelfall mit Ihnen ins Gespräch.

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