Kommunikation und Beziehungsgestaltung in Schulen
Details
In jeder Schule gibt es Konflikte. Wenn sie konstruktiv bearbeitet werden, verdeutlichen sie, welche Klärungen in der Schule notwendig sind und welche Interessen- und Kräfteverhältnisse es in Teilgruppen eines Kollegiums gibt. Wenn sie jedoch nicht bearbeitet werden, mindern sie die Leistungsfähigkeit der Schule und belasten die zwischenmenschlichen Beziehungen. Konfliktfähigkeit und Konfliktmanagement sind daher zentrale Aufgaben von Schulleiterinnen/Schulleitern und allgemein von Personen mit Leitungsfunktionen.
Die Themen speisen sich aus dem Berufswissen Schulleitung und aus psychologischer Perspektive.
Alle vier Module bieten den TN Gelegenheit, Fälle aus der eigenen Praxis exemplarisch mit einzubeziehen. Die Module können gemeinsam oder einzeln gebucht werden.
Inhalte
Modul 1: Kommunikation in Schulen konstruktiv und verbindlich gestalten
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Gelingende Kommunikation der Schulleitung ist entscheidend für eine offene und transparente gemeinsame Grundhaltung aller Beteiligten in einer Schule. Sowohl im Unterricht als auch im gesamten Schulleben und in der Gremienarbeit kommt der Grundhaltung aller Beteiligten in einer Schule große Bedeutung zu. Sowohl im Unterricht als auch im Schulleben kommt es darauf an, individuell unterschiedliche Sichtweisen, Kompetenzen und Leistungen in gegenseitigem Respekt wertschätzend einzubeziehen. Dabei aufkommende Konflikte sollten frühzeitig erkannt und ggf. im Rahmen des Konfliktmanagements der Schule bearbeitet werden.
Das Seminar umfasst folgende thematische Schwerpunkte:
- Grundlagen der Kommunikation
- Gesprächsführung für Schulleitungen in typischen Kontexten: Beispielhafte Trainings zu Rollen- und Zielklarheit, zu verbindendem Sprachgebrauch, methodisch begleiteter Gesprächsführung.
- Pflege einer vertrauensvollen und institutionalisierten Kommunikationskultur: Feedbackkultur in Gesprächen, institutionalisierte Zeitfenster für Information und Austausch, Kooperation und Weiterentwicklung.
Die Arbeitsmethoden: Abfrage des Bedarfs der Teilnehmenden, Reflexion, Austausch und Übungen. Für die Teilnehmenden besteht die Möglichkeit, Beispiele aus der eigenen Praxis einzubringen.
Modul 2: Konflikte klug steuern – Strategien für schwierige Gesprächslagen
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Für Sie als Führungskraft sind Kommunikationskompetenzen unverzichtbar für einen wertschätzenden
Umgang miteinander, der sowohl dem Einzelnen in der Institution als auch der Institution Schule mit ihren Aufträgen und Zielen entgegenkommt. Zwischen Erfolgs- und Wirksamkeitsverantwortung der Führungskraft und ihrer Verantwortung für Lernende, deren Eltern und Lehrkräfte können Spannungsfelder und Konflikte entstehen, die nicht immer lösbar sind, aber mithilfe verbindender und klarer Kommunikation zwischen den Beteiligten und Betroffenen verstanden und möglichst häufig auch konstruktiv gestaltet werden können. Konflikte sollten frühzeitig erkannt und ggf. im Rahmen des Konfliktmanagements der Schule bearbeitet werden.
Das Seminar umfasst folgende thematische Schwerpunkte:
- konfliktfähiges Leitungshandeln: Beratungskonzepte und Leitungsrolle,
- Moderation eines Beratungsgesprächs
- Beratung geben – Beratung nehmen: kollegiale Beratungsformen, Kollegiale Fallberatung, Reflektierendes Team
- tragfähiges Beratungsnetzwerk
Die Arbeitsmethoden: Abfrage des Bedarfs der TN, Reflexion, Austausch und Übungen. Für die Teilnehmenden besteht die Möglichkeit, Beispiele aus der eigenen Praxis einzubringen.
Modul 3: Die unsichtbare Macht: Wie Wertschätzung (und Nicht-Wertschätzung) Organisationen wie Schule beeinflussen
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Schule wird oft als eine der wertschätzungsfeindlichsten Organisation betrachtet. Wertschätzung braucht Zeit für eine wohlwollende Aufmerksamkeit, sie braucht auch Begegnung und das Wahrnehmen des Andern.
Beides ist im Kontext Schule Mangelware und fehlt im Schulalltag. Ein wertschätzendes Miteinander in Schulen wird zur Herausforderung, weil Zeit und Gelegenheit für Begegnung, Feedback, aktives Zuhören und Gesehen werden für die Beteiligten an Schule eher selten sind. Eine paradoxe Situation entsteht zudem aus den – meist unsichtbaren, strukturellen Aspekten der Nicht-Wertschätzung in Organisationen, die eine eigene, häufig negative Wirkung entfalten.
Dennoch lassen sich in Organisationen wie Schule Erfolg und Menschlichkeit vereinen, dysfunktionale Praktiken erkennen und verstehen und die wertschöpfende Wirkung von Lob und Anerkennung für eine langfristig wirksame Schulkultur einsetzen. Nicht-Wertschätzung ist mehr als ein Fehlen von Anerkennung – Wertschätzung dagegen ist ein Schlüsselfaktor, der Kultur und Erfolg der Schulen stärkt.
Inhalte:
- Sechs Gründe, warum Wertschätzung so selten als Wertschätzung verstanden wird
- Die Funktionen von Nicht-Wertschätzung für Kollegium, Organisation und Schulkultur
- Die Kraft der Wertschätzung für Teamarbeit und Schulerfolg
- Erfolgreiche Programme und Verfahren zur Wertschätzung in Schulen – Von Werte-Botschafter-innen bis zu Tagen der Vielfalt
Arbeitsmethoden: Abfrage des Bedarfs der TN, Reflexion, Austausch und Übungen. Für die Teilnehmenden besteht die Möglichkeit, Beispiele aus der eigenen Praxis einzubringen
Modul 4: Souverän bleiben im Konflikt – Professionelle Kommunikation unter Druck
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Kommunikation ist Information und Verständigung im Alltag, die auf verschiedenen Wegen stattfinden kann. Sie ist aber auch Wissenschaft und Fertigkeit, die wir in beruflichen Kontexten benötigen und anwenden; sei es um soziale Situationen zu gestalten, Konflikte und Widersprüche lösungsorientiert und konstruktiv aufzugreifen, schwierige Sachverhalte Klärungen zuzuführen oder Entwicklungen voranzutreiben und zu unterstützen. Für Sie als Führungskraft sind Kommunikationskompetenzen unverzichtbar für einen wertschätzenden Umgang miteinander, der sowohl dem Einzelnen in der Institution als auch der Institution Schule mit ihren Aufträgen und Zielen entgegenkommt. Zwischen Erfolgs- und Wirksamkeitsverantwortung der Führungskraft und ihrer Humanverantwortung können Spannungsfelder und Konflikte entstehen, die nicht immer lösbar sind, aber mithilfe verbindender und klarer Kommunikation zwischen den Beteiligten und Betroffenen verstanden und möglichst häufig auch konstruktiv gewendet werden können.
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Konfliktfähigkeit: Konstruktive Konfliktbearbeitung in Konferenzen und Einzelgesprächen
- Kommunikationsübungen und Gesprächstraining: Motivierende Gespräche und stärkende Beratung
- Kommunikation in Ihrer Organisation: Wertschätzung in Schule – chronisch vermisst aber doch möglich? Konstruktives Feedback, innere Haltung und gelebte Werte, Leitung im Systemkontext
Arbeitsmethoden: Abfrage des Bedarfs der TN, Reflexion, Austausch und Übungen. Für die Teilnehmenden besteht die Möglichkeit, Beispiele aus der eigenen Praxis einzubringen
Die Veranstaltungen stehen in einem thematischen Zusammenhang, können jedoch auch einzeln gebucht werden. Sie richten sich an Leitungspersonen in Schulen sowie Lehrkräfte mit Führungsverantwortung aus erweiterten Schulleitungen, Steuergruppen usw.
Konditionen
Veranstaltungsort:
- Dülmen, Merfelder Hof, Borkener Str. 60, 48249 Dülmen, Tel. 02594 9700
Die Veranstaltungen stehen in einem thematischen Zusammenhang, können jedoch auch einzeln gebucht werden. Sie richten sich an Leitungspersonen in Schulen sowie Lehrkräfte mit Führungsverantwortung aus erweiterten Schulleitungen, Steuergruppen usw.
Arbeitsmethoden:
Reflexion, Austausch, Übungen, Arbeit in Kleingruppen. Für die TN besteht die Möglichkeit, Beispiele aus der eigenen Praxis mit einzubringen.
Referentin:
Margret Rössler, Schulleiterin einer Gesamtschule, Schulleitungsvereinigung SLV NRW, Schulleitungsfortbildung Landesinstitut, Coaching-Qualifikation
Zahl der TN: 16
Tagungsgebühr pro Modul:
150,- € bzw. 110,- € für Mitglieder
Tagungsgetränke und Mittagessen sind in der Gebühr enthalten.
Die Veranstaltungen sind als Fortbildung anerkannt. Sie können aus dem Fortbildungsbudget bezahlt werden.
Anmeldeschluss siehe jeweiliges Modul. Nach Schließung des Anmeldeportals kann eine Anmeldung nur noch direkt an roessler@slv-nrw.de gesandt werden.
Tel. erreichbar unter Mobil: 0171 177 6168.
Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr nach Erhalt der Anmeldebestätigung unter Angabe Ihres Namens, dem Titel des Seminars sowie Ihrer Rechnungsnummer ("RNr. ...") und beachten Sie die weiteren Anmeldungs-, Zahlungs- und Stornierungshinweise (Verwendungszweck, Rechnungsnummer, Bankverbindung uvm.).
